Checkliste: So finden Sie einen seriösen Hypnotiseur

Glossary Link Hypnose wird in Deutschland nicht reglementiert. Das bedeutet, dass jedermann eine eigene Hypnosepraxis bzw. ein eigenes Hypnoseinstitut eröffnen und seine Dienste als Hypnotiseur anbieten darf. Eine Ausbildung oder sonstige Qualifikation ist dafür nicht nötig, wodurch sich Tür und Tor für unseriöse Anbieter öffnen.

Ein nicht ausreichend qualifizierter Hypnotiseur beherrscht oftmals nur einige wenige Hypnoseverfahren, ohne wirklich im effizienten Umgang mit diesem Werkzeug geschult zu sein. Im günstigsten Fall bleibt einfach das gewünschte Ergebnis aus - im schlimmsten Fall können gesundheitliche Schäden (z.B. durch das nicht-erkennen einer Psychose) entstehen.

Lassen Sie aus diesem Grund bei der Auswahl Ihres Hypnotiseurs besondere Sorgfalt walten.

Moderne Hypnose kann Ihnen bei vielerlei Aufgabenstellungen helfen: Vom Rauchen aufhören über Business Coaching bis hin zur Anwendung in der klassischen Psychotherapie: Hypnose hat sich in vielen Feldern als sicheres und nachhaltig wirksames Verfahren etabliert und wird in vielen Praxen als Einzel- oder Gruppenverfahren angeboten.

Aber wie finden Sie einen Hypnotiseur, der sich für Sie und Ihr Anliegen eignet? Auf dieser Seite erhalten Sie hilfreiche Tipps, die Sie bei Ihrer Suche unterstützen. Die folgende Liste zeigt, worauf es bei der Auswahl eines Hypnotiseurs ankommt.

  1. Welche Ausbildung hat der Hypnotiseur?
    Viele Hypnotiseure kommen ursprünglich aus Heilberufen, wie z.B. der Humanmedizin (Ärzte), der Psychotherapie (psychologischer Psychotherapeut) oder der Naturheilkunde (Heilpraktiker). Einige Hypnotiseure sind auch Quereinsteiger und kommen oftmals aus helfenden, sozialen Berufen oder der Kommunikation. Da Hypnose mittlerweile eine eigene Behandlungsform darstellen, spielt der Hintergrund eines Hypnotiseurs keine große Rolle mehr. Viel wichtiger ist oftmals seine Qualifikation als Hypnotiseur: Welche Ausbildung hat er absolviert, welche Inhalte gelernt, und: Beherrscht er noch andere Verfahren neben klassischer Hypnose?

    Der DVH e.V. empfiehlt ein Minimum an sechzehn Ausbildungstagen, die über mindestens ein halbes Jahr Lernzeit verteilt sind, um erfolgreich als Coach oder Therapeut mit Hypnose arbeiten zu können. Coaches, die bereits ein oder mehrere Verfahren gelernt haben und die Hypnose zusätzlich nutzen möchten, sollten eine Fortbildung über mindestens sieben Tage absolvieren.

    Der Deutsche Verband für Hypnose e.V. vergibt seine Gütsiegel "anerkannter Hypnotherapeut" und "anerkannter Hypno-MasterCoach" ausschließlich an Mitglieder, die diese Mindestkriterien erfüllen.

  2. Über welchen Erfahrungsschatz verfügt der Hypnotiseur
    Zwanzig Jahre Berufserfahrung muss nicht unbedingt für Qualität bürgen - man kann auch 20 Jahre lang alles falsch machen und nichts dazu lernen. Stellen Sie sich selbst die Frage, wie viel Erfahrung Ihr Therapeut haben muss. Vielleicht ist Ihnen einen verständnisvoller, älterer und ruhiger Therapeut lieber, vielleicht möchten Sie die Hypnose lieber bei einer jungen und hochmotivierten Hypnotiseurin erleben. Die Geschmäcker sind verschieden - hören Sie hier auf Ihr Gefühl.

  3. Mann oder Frau?
    Für viele Menschen spielt es keine Rolle, ob ihr Coach oder Therapeut männlich oder weiblich ist. Für andere schon. Gehen Sie hier nach Ihrem Gefühl.

  4. Supervision
    Supervision bedeutet, dass ein Therapeut oder Coach sich regelmäßig mit seinem Ausbilder oder Supervisor kurzschließt um sicher zu stellen, dass man optimal Arbeitsfähig ist und seinen Klienten ein Maximum an Leistung und Qualität bieten kann. Welche Form von Supervision nimmt Ihr Hypnotiseur in Anspruch?

  5. Heilerlaubnis
    Ängste und weitere Symptome, die eine heilkundliche Zulassung erfordern, werden oftmals unter dem Deckmantel der "Gesundheitsförderung" illegal behandelt. Hier setzen Sie sich selbst und Ihrer Gesundheit einem großen Risiko aus. Klären Sie also im Vorfeld unbedingt ab, ob Ihr Hypnotiseur tatsächlich heilen darf, wenn es um Heilung oder Linderung geht. Eine Heilerlaubnis ist nicht nötig, wenn es um Coaching oder z.B. Rauchfreisitzungen geht.

Nutzen Sie Ihre Eigenverantwortung und hören Sie ruhig auch auf Ihr Bauchgefühl. Alle Urkunden und alles Fachwissen der Welt helfen nichts, wenn Sie sich nicht gut aufgehoben fühlen.